Digiscouts® Projekt erfolgreich abgeschlossen – Auszubildende bewähren sich als Digitalisierungsexperten

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Kreis Unna. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna mbH (WFG) und die Wirtschaftsförderung der Stadt Kamen schlossen jetzt das Digiscouts©-Projekt ab, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert und vom RKW Kompetenzzentrum deutschlandweit initiiert wird. Im Rahmen des Projekts „Auszubildende als Digitalisierungsscouts – Digiscouts©“ haben vier Azubi-Teams verborgene Digitalisierungspotentiale ihrer Unternehmen ausgehoben. Das Projekt begann im Frühjahr 2022 mit vier teilnehmenden Unternehmen aus dem Kreis Unna. In selbstgedrehten Video-Pitches stellten die Azubi-Teams ihre Digitalisierungsprojekte vor und standen im anschließenden Markt der Digiscouts“ Rede und Antwort.

 

Bei Deutsche Nickel GmbH nahmen sich die beiden Auszubildenden der Digitalisierung der Regelkarten in der Produktion an. Nun erfasst ein Laser den Durchmesser des Drahtes automatisch. Dies was vorher Handarbeit. Die Messdaten werden digital festgehalten und visualisiert. Durch die kontinuierliche Prozessüberwachung ist es also möglich, frühzeitig potenzielle Fehler zu erkennen und vorzubeugen. So wird ganz schön viel eingespart: Material, Arbeitszeit für Mitarbeiter und Maschine und einiges an Papier. Zwei weitere wertvolle Effekte: gleichmäßig gute Produktqualität und Statistiken, die Hinweise für weitere Zukunftsprojekte in der Produktion geben können. Nach und nach sollen alle Maschinen mit einem System für digitale Regelkarten umgerüstet werden. Auch andere Parameter sollen dabei in Zukunft erfasst werden, zum Beispiel die Geschwindigkeit oder der pH-Wert.

 

flex|pos GmbH & Co. KG betreut als Retailspezialist europaweit Kassensysteme und ist schon ausgesprochen digital aufgestellt. Die beiden Azubis haben allerdings doch noch einen Ort gefunden, an dem die Abläufe optimiert werden können: Signaturen. Als Unternehmen, mit rund hundert Mitarbeitenden, gibt es viel zu unterschreiben – und da fällt immer wieder Papier an. Mit Hilfe eines E-Signatur-Programms haben die Azubis Prozesse entwickelt, wie ihre Kolleginnen und Kollegen Verträge digital versenden und unterschreiben können. Per E-Mail erfolgt eine automatische Aufforderung. Wo genau signiert wird, kann dabei individuell eingestellt werden. Bei mehreren Unterschriften wird zusätzlich die Reihenfolge eingehalten – und das ganz automatisch.

 

Die drei Auszubildenden der RCS Gruppe in Werne haben mit ihrem Digitalisierungsprojekt die LKW-Anlieferlogistik durch ein Pagersystem optimiert, um so Staus und gefährliche Situationen auf dem Firmengelände zu vermeiden. Zusätzlich führten sie ein digitales schwarzes Brett im Intranet ein. So sind alle Mitarbeitenden des Unternehmens immer up to date.

 

Die Welser Profile Deutschland GmbH mit Sitz in Bönen produziert Spezialprofile. Hier entwickelten die vier Auszubildenden eine Lösung zur digitalen Übermittlung von Ausbildungsnachweisen für die Ausbildungsbeauftragten. Mit Ausbildungsbeginn am 1. September arbeiten 79 Auszubildende mit dem neuen System in Bönen. Für jede dieser Abteilungen füllen die Azubis wöchentlich Berichte aus, was nun nicht mehr analog, sondern digital geschieht. So spart das Unternehmen immense Ressourcen.

 

Die Veranstaltung schloss mit der Auszeichnung und Ehrung aller Projektteams mit Urkunden und kleinen Präsenten. Prof. Dr. Stephan Tank zog ein durchweg positives Resümee des Projektes im Kreis Unna und übergab Urkunden an die Azubi-Teams.

„Die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen – und da müssen sich die vier teilnehmenden Unternehmen wirklich keine Sorgen machen. Die Auszubildenden haben sich als echte Digitalisierungsexperten bewährt und allesamt hervorragende Projekte entwickelt, die sie nun im Betrieb umsetzten werden, bzw. schon umgesetzt haben“, so Anica Althoff, Leiterin des Unternehmensservice bei der WFG Kreis Unna.

Das Digiscout©-Projekt fand im Rahmen des Projektes Wissen schafft Erfolg statt. Es wird aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Über das RKW Kompetenzzentrum:

Das RKW Kompetenzzentrum ist ein gemeinnütziger und neutraler Impuls- und Ratgeber für den deutschen Mittelstand. Sein Angebot richtet sich an Menschen, die ihr etabliertes Unternehmen weiterentwickeln, ebenso wie an jene, die mit eigenen Ideen und Tatkraft ein neues Unternehmen aufbauen wollen.

Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen für Zukunftsthemen zu sensibilisieren und sie dabei zu unterstützen, ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft zu entwickeln, zu erhalten und zu steigern, Strukturen und Geschäftsfelder anzupassen und Beschäftigung zu sichern. Zu den Schwerpunkten „Gründung“, „Fachkräftesicherung“ und „Innovation“ bietet das RKW Kompetenzzentrum praxisnahe und branchenübergreifende Lösungen und Handlungsempfehlungen für aktuelle und zukünftige betriebliche Herausforderungen. Bei der Verbreitung der Ergebnisse vor Ort arbeitet das Kompetenzzentrum mit Sitz in Eschborn eng mit den Expertinnen und Experten in den RKW Landesorganisationen zusammen.

Das RKW Kompetenzzentrum wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Weitere Informationen: www.rkw-kompetenzzentrum.de

Wissen schafft Erfolg

Bei dem Vorhaben Wissen schafft Erfolg: Entwicklung der mittelständisch geprägten Hochschulregion in Westfalen handelt es sich um einen ganzheitlichen Ansatz zur engeren Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft in der neuen Projektregion Hamm, Kreis Soest, Kreis Unna. Das Umsetzungsprojekt ist dem Maßnahmenbereich „KMU“ des OP EFRE NRW zugeordnet. Projektpartner und Erbringer der Unterstützungsleistungen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind die Wirtschaftsförderungen aus Hamm und den Kreisen Soest und Unna.

Im Projekt werden die Aufgabenbereiche fokussiert:

  • Innovatives und digitales Unternehmertum
  • Bindungsstrategien für qualifizierte Nachwuchskräfte

Das Innovative und digitale Unternehmertum unterstützt die KMU bei der Teilhabe am Wissens- und Technologietransfer und bei der Bewältigung des digitalen Wandels. Ein weiterer Fokus liegt auf der Förderung von wachstumsstarken Unternehmensgründungen und dem Zusammenbringen von Startups und Unternehmen.

Die Bindungsstrategien für qualifizierte Nachwuchskräfte tragen dazu bei, zukünftige Fach- und Führungskräfte, insbesondere die steigende Zahl der Hochschulabsolvent/innen, an die Region zu binden. Dies stärkt die Fähigkeit der KMU, Personalkompetenzen zu entwickeln und langfristig wettbewerbsfähig zu sein. Die Nachwuchskräfte profitieren von Karriereperspektiven vor Ort.

 

 

 

 

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